| Zwei Menschen bei Busexplosionen in Südwestchina getötet |
| 2008/07/23 |
| Dem Amt für Öffentliche Sicherheit der südwestchinesischen Provinz Yunnan zufolge war die Untersuchung an den Tatorten der zwei Busexplosionen in der Provinzhauptstadt Kunming bis Montag, 19.43 Uhr, abgeschlossen. Der Verkehr lief danach wieder reibungslos. Für die Explosion wurde ein Sprengstoff aus Salpeter und Amin verwendet, aber nicht als Zeitbombe. Die vom Ministerium für Öffentliche Sicherheit gesendete Erkundungsgruppe ist am Montagabend in Kunming eingetroffen, um die Untersuchung zu leiten und der lokalen Polizei zu helfen. Wie die örtliche Polizei mitteilt, geben die vorläufigen Ermittlungsergebnisse Grund zur Annahme, dass die zwei Explosionen in öffentlichen Bussen in der Innenstadt von Kunming, bei denen am Montagmorgen zwei Menschen getötet und weitere 14 verletzt wurden, vorsätzlich verübt wurden. Beide Explosionen betrafen die Buslinie 54. Die erste ereignete sich um 7.10 Uhr auf der West Renmin Road, die zweite um 8.05 Uhr an der nahe gelegenen Kreuzung der Straße Changyuan und der West-Renmin-Straße. Gemäß den Informationen des Amts für Öffentliche Sicherheit der Provinz Yunnan handelt es sich bei den Toten um eine 30-jährige Frau und einen 26-jährigen Angestellten. Inzwischen sind, abgesehen von einer Frau, alle Verletzten außer Gefahr. Die Mehrheit leidet an einer Trommelfellperforation oder einem Trauma. Die Gegend rund um die Bushaltestelle Panjiawan, der Ort der ersten Explosion, war mit Glasscherben übersät. Zhang Lin, eine Augenzeugin, erinnert sich, wie sie kurz nach 7 Uhr morgens zur Arbeit ging und von einem großen Knall aufgeschreckt wurde: "Erst dachte ich, es ist ein Erdbeben. Aber als ich durch ein Bürofenster schaute, sah ich, dass die linke Seite eines Busses weggesprengt worden war. Zu dieser Zeit standen ein Dutzend Leute an der Haltestelle, aber man konnte nicht sagen, wie viele sich im Bus befanden." Laut Zhang war die Polizei fünf Minuten später am Tatort, gefolgt von Krankenwagen. Han Guangming, der Ehemann der an der Haltestelle Panjiawan getöteten Frau, berichtete, dass sie sich beide auf dem Weg zur Geburtstagsfeier ihres Kindes befanden. "Meine Frau ist tot, ich bin verletzt. Für mich ist es wie das Ende der Welt," sagte Han. Polizeiquellen zufolge verursachte die erste Explosion ein Todesopfer und zehn Verletzte, darunter ein Schwerverletzter. Da sich diese Explosion morgens während des Berufsverkehrs ereignete, sammelten sich etwa 1000 Schaulustige. Obwohl die Polizei den Tatort schnell absperrte, dauerte es einige Zeit, die Menschenansammlung aufzulösen. Die Unfallstelle war bis 9 Uhr morgens geräumt. Die zweite Explosion ereignete sich, als der Bus sich seiner Endstation näherte. Dabei wurden Augenzeugen zufolge ein Mensch getötet und vier verletzt. Alle Verletzten wurden in Krankenhäusern behandelt. Die Behörden in Yunnan haben die Verkehrsressorts aufgefordert, die Sicherheit durch verstärkte Streifen und das Einrichten von Kontrollpunkten zu erhöhen, um so die Täter an der Flucht zu hindern. Auch an den Grenzkontrollpunkten wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Quelle: Xinhua |