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CNOOC investiert 4,4 Milliarden US-Dollar in Kohle-zu-Gas-Projekt
2009/05/08

Umweltfreundliche Energien stehen weit oben auf der Liste zur Reduzierung der Schadstoffemissionen. Der Ölkonzern CNOOC und das Kohleunternehmen Datong investieren 4,4 Milliarden US-Dollar in ein Kohle-zu-Gas-Projekt in der Provinz Shanxi.

Das in neue Energien investierende Unternehmen CNOOC New Energy Investment Co Ltd, eine Tochtergesellschaft des Ölunternehmens China National Offshore Oil Corp (CNOOC), und das Kohleunternehmen Datong Coal Mine Group werden 30 Milliarden Yuan (4,4 Milliarden US-Dollar) in ein Kohle-zu-Gas-Projekt in Datong in der Provinz Shanxi investieren. CNOOC, Chinas größter küstennaher Öl- und Gasproduzent, erklärte, die Investition werde den Weg bereiten für die Errichtung einer Kohle-zu-Gas-Fabrik mit einer jährlichen Kapazität von 4 Milliarden Kubikmeter Gas, sowie für die Errichtung unterstützender Projekte, darunter zwei Kohleminen mit jeweils einer jährlichen Produktion von zehn Millionen Tonnen, Kohlewaschmühlen und Kohlekraftwerken. Abgesehen von Naturgas wird das Kraftwerk auch Diesel, Benzin und weitere chemische Produkte herstellen, ergänzt das Unternehmen.

Es wird geschätzt, dass auf Kohle basierende Projekte für saubere Energien rund 26 Milliarden Yuan zusammen in die Verkäufe von CNOOC und Datong pumpen werden. Das Unternehmen hat noch keinen detaillierten Zeitplan für die Errichtung und Inbetriebnahme des Kraftwerks veröffentlicht.

Kohle, geliefert von einer Mine in der Provinz Shanxi. CFP

Das Projekt zielt auf die reichen Kohlereserven von Datong und auf die Steigerung der Versorgung mit umweltfreundlichem und hochwertigem Naturgas an die Provinz Shanxi und die Bohai Bay Rim-Gegend ab, die Regionen wie Shandong, Liaoning, Hebei und Tianjin, Chinas Motor für Wachstum, abdeckt. Das Unternehmen erklärt, das Projekt werde auch die Energiestruktur in diesen Regionen verbessern, da mehr saubere Energien bereitgestellt würden.

Zhou Shouwei, stellvertretender Geschäftsführer von CNOOC, erklärt, dass das Projekt als groß angelegte strategische Kooperation zwischen den Öl- beziehungsweise Gas- und den Kohleindustrien angesehen werden könne. Zhou fährt fort, es gebe eine Kluft in der Effizienz primärer Energien zwischen China und entwickelten Ländern, und die Entwicklung sauberer auf Kohle basierender Energien sei eine sehr effektive Methode, um die Effizienz der Primärenergien des Landes zu verbessern.

Kohle dient für über 70 Prozent der Produktion von Chinas Primärenergien und Konsum. Die Verwendung dessen in China wird bis 2020 wahrscheinlich 2,9 Milliarden Tonnen erreichen. Emissionen durch Kohleverbrennung machen 80 Prozent von Chinas jährlichen Emissionen von Schwefeldioxid (SO2) und 70 Prozent der Emissionen von Kohlenstoffdioxid (CO2) aus. Als einer der fortschrittlichsten Methoden für den umweltfreundlichen Gebrauch von Kohle wird das Kohle-zu-Gas-Projekt außerdem zu Energiesparung und geringen Emissionen führen. "Die Welt geht durch eine Finanzkrise, doch das ist die beste Zeit, die Industriestruktur zu reformieren und zu verbessern", so Zhou. Das Projekt, erklärt er, sei sowohl vorteilhaft für Öl- und Gasunternehmen als auch Kohleunternehmen.

Nobuo Tanaka, Präsident der Internationalen Energieagentur (IEA), hatte bereits gesagt, dass Chinas Rolle bei der Entwicklung neuer umweltfreundlicher Kohletechnologien wichtig sei, weil das Tempo und das Ausmaß von Chinas immer größerem Kohleverbrauch einen dringender Notwendigkeit für die Anwendung umweltfreundlicher Kohletechnologien fordere.

Der 11. Fünfjahresplan (2006-2010) für die Entwicklung der Kohleindustrie in China erfordert, dass die Kohleindustrie die Reformen für die Industriestruktur verstärkt, einen nachhaltigen Weg einschlägt und den negativen Einfluss auf die Umwelt reduziert. Premierminister Wen Jiabao hat außerdem auf der zweiten Sitzung des 11. Nationalen Volkskongresses am 4. März in seiner Rede zum Arbeitsbericht der Regierung eine schnelle Industrialisierung von umweltfreundlichen Kohletechnologien und eine Stärkung der umfassenden Nutzung von Ressourcen gefordert.

Gleichzeitig wurde im Plan der chinesischen Regierung zur Wiederbelebung der zehn Schlüsselindustrien versprochen, die blinde Entwicklung von kohlechemischen Prozessen einzudämmen und Genehmigungen von Projekten, die nur auf die Produktionskapazität ohne die Berücksichtung von Umwelteinflüssen zielen, zu unterbinden. Im vergangenen Jahr hatte die Zentralregierung sämtliche Kohle-zu-Öl-Projekte unterbunden. Zwei Kohle-zu-Brennstoff-Projekte, in die von der Shenhua Gruppe investiert worden war, Chinas größtem Kohleproduzenten, befinden sich noch in der Testphase.

Quelle: China Daily

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