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Organisation fordert rauchfreie Inhalte in Filmen
2009/07/31

Die Chinesische Vereinigung für Tabakkontrolle (CATC) hat am Mittwoch für tabakfreie Filme in Fernsehen und Kino in China aufgerufen, um sich dafür einzusetzen, dass der Glimmstängel auch vom Publikum ausgedrückt wird, insbesondere von leicht beeinflussbaren Jugendlichen.

Die Chinesische Vereinigung für Tabakkontrolle (CATC) hat am Mittwoch für tabakfreie Filme in Fernsehen und Kino in China aufgerufen, um sich dafür einzusetzen, dass der Glimmstängel auch vom Publikum ausgedrückt wird, insbesondere von leicht beeinflussbaren Jugendlichen. Derzeit beinhalten aufgrund fehlender Gesetze und geringen Bewusstseins viele Fernseh- und Kinofilme – einschließlich der in China produzierten und nach China importierten – Szenen, in denen geraucht wird. Das hat einen negativen Einfluss auf die Zuschauer, insbesondere auf solche, die minderjährig sind und dazu neigen, Idolen zu folgen, meint Xu Guihua, stellvertretender Direktor der CATC, eine in Beijing sitzende Nichtregierungsorganisation. Seine Meinung basiere auf Studien, die gemeinsam von der CATC und dem Chinesischen Zentrum für Krankheitskontrolle und -vorbeugung (CDC) durchgeführt wurde, so Xu gegenüber China Daily.

Von 144 Kinohits zwischen 2004 und 2009, von denen 66 importiert wurden, enthalten 69 Prozent Szenen, in denen geraucht wird, besagt die Studie. Unter all den Filmen mit derartigem Inhalt ist Forever Enchanted von dem berühmten chinesischen Regisseur Chen Kaige aus dem vergangenen Jahr mit 14,3 Minuten Raucherei – rund 11,8 Prozent der gesamten Filmlänge – an der Spitze, so Yang Jie, stellvertretender Direktor des Tabakkontrollbüros des CDC. Red River, ein weiterer chinesischer Film, der im April dieses Jahres herausgekommen war, hat die längste Rauchszene der Filme dieses Jahres, nämlich 7,6 Minuten, heißt es in der Studie. über 76 Prozent der chinesischen Filme enthielten Szenen, in denen geraucht wird, im Vergleich zu einem Drittel der importierten Filme, so Yang. Fast alle Rauchszenen stellen das Rauchen in einem positiven oder zumindest neutralen Licht dar, zeigt die Studie.

Ein Schauspieler, der gezwungen wurde, in Filmen zu rauchen, macht heute Werbung gegen das Rauchen. "Ich habe mit 22 angefangen zu rauchen, weil der Regisseur das für meine Rolle vorgesehen hatte. Ich spielte einen erfolgreichen Kriminalbeamten, der immer rauchte, wenn er über komplizierten Fällen brütete", erzählt der Beijinger Schauspieler Feng Yuanzheng, einer auch einer der Freiwilligen für die Anti-Tabakkampagne der CATC ist.

Manchmal scheine eine Rauchszene unumgänglich, weil die echten Charaktere, zum Beispiel Mao Zedong, im echten Leben Raucher waren, so Feng. Trotzdem könne das Rauchen bei 70 Prozent der Filme herausgelassen werden, weil es sowieso nichts mit der Handlung oder der Rolle zu tun habe, meint Yang. Regisseure nähmen das Rauchen in ihre Filme mit hinein, weil sie „Zuwendungen“ von Tabakunternehmen bekämen, so Feng. "Die Praxis, das Rauchen in Szenen einzubringen, verhilft Tabakunternehmen dazu, mehr Kunden zu bekommen, insbesondere Jugendliche", warnt Xu.

Forschungen zeigen, dass Jugendliche im Alter von 13 und 18, die oft Raucher in Filmen sehen, 16 Mal mehr dazu neigen, Raucher zu werden als solche, die keine Rauchszenen sehen. "Um Kinder zu schützen, sind tabakfreie Filme sehr wichtig", meint Yang. Er hat die Regierung dazu aufgerufen, Gesetze für tabakfreie Filme zu erlassen.

Das Bewusstsein von Filmregisseuren sei ebenfalls sehr wichtig, damit die Filme rauchfrei werden, so Xu. "Kinos und Fernsehsender sollten sich ebenfalls für Tabakkontrolle einsetzen", meint sie. Filme mit Tabakszenen sollten keine Chance mehr bekommen, bei Preisverleihungen nominiert zu werden, fährt sie fort. Dieser Vorschlag der Vereinigung kam, nachdem die Organisation vergangene Woche erfolgreich die Organisatoren der Shanghaier Expo 2010 aufgefordert hatte, eine 200 Millionen Yuan (29 Millionen US-Dollar) hohe Spende von einem Shanghaier Tabakunternehmen abzulehnen.

Quelle: China Daily

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