| Deutschland und China unterzeichnen Verträge im Wert von 10 Mrd. US-Dollar | |
| 2009/02/27 | |
Die chinesische Handelsdelegation hat mit deutschen Unternehmen Verträge im Wert von 10 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. China möchte in der Weltfinanzkrise gegen Protektionismus kämpfen. Der chinesische Handelsminister Chen Deming und sein deutscher Amtskollege Karl-Theodor zu Guttenberg gaben auf dem Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsforum in Berlin bekannt, deutsche und chinesische Unternehmen hätten am Mittwoch in Berlin Lieferverträge im Wert von rund zehn Milliarden US-Dollar (7,9 Milliarden Euro) unterzeichnet. Chen Deming führt eine Handelsdelegation von mehr als 200 Mitgliedern auf ihrer Reise durch Europa. Die Delegation will in Deutschland, der Schweiz, Spanien und Großbritannien Handelsgespräche führen und Verträge zum Kauf von verschiedenen Produkten abschließen. Die "Einkaufstour" wurde vom chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao bei seinem Berlin-Besuch am Ende Januar beschlossen. Damit wollen China und Deutschland die internationale Wirtschaftskrise gemeinsam überwinden. Die Reise der Delegation nach Europa zeigt, dass China in der Krisenzeit aktiv gegen Handelsprotektionismus kämpfen und mit Europa gemeinsam die Finanzkrise überwinden wolle, erklärte Chen Deming. Jetzt könne Protektionismus die Weltwirtschaft nicht retten. Alle Länder sollten die Offenheit des Marktes und das globale Handelssystem schützen, um die Krise zu überwinden. Auch Chinas Volkswirtschaft stehe vor ernsten Herausforderungen und wolle daher seine Inlandsnachfrage stimulieren, die Importe erhöhen und Investitionen fördern. Guttenberg seinerseits begrüßte es, dass Chen in den Gesprächen eindeutig für einen freien Welthandel und gegen Protektionismus gesprochen habe. Er bezeichnete es als einen "großen Moment" in den deutsch-chinesischen Beziehungen und erklärte: "Wir erwarten, dass bei dem chinesischen Konjunkturprogramm deutsche Unternehmen eine faire Chance bekommen, insbesondere sich im Rahmen von Ausschreibungen in China bewerben zu können". Natürlich seien chinesische Investoren in Deutschland willkommen, schloss Guttenberg.
Chen Deming und Guttenberg Die Lieferverträge mit Deutschland umfassen Produkte aus der Maschinenbau-, der Elektronik-, der Automobil-, der Textil- und Papierindustrie sowie aus den Bereichen Medizintechnik und Dienstleistung, insbesondere der deutschen Automobilherstellern BMW, Daimler Benz, Audi und Volkswagen. Nokia Siemens erhält einen Großauftrag aus der China Mobile Communications Corporation und der China United Network Communications Group. In der Schweiz. Die chinesische Delegation ist gestern morgen nach Zürich weitergereist und möchte mit sechs Schweizer Unternehmen Verträge unterzeichen. Diese Verträge sollen in der Schweiz viele Arbeitsplätze schaffen. Chinas Handelsminister Chen Deming sagt, ein Ziel der Einkaufstour sei die Anpassung der chinesischen Industriestruktur, und die Schweiz habe in manchen Branchen Vorteile. "Die Phama- oder die Maschinenbauindustrie der Schweiz ist weltberühmt. Mit Schweizer Unternehmen werden wir Verträge im Wert von 300 Millionen US-Dollar unterzeichnen." Neben den Verträgen unterzeichnet die schweizerische Wirtschaftsministerin Doris Leuthard gemeinsam mit ihrem chinesischen Kollegen Chen eine bilaterale Absichtserklärung für Umwelttechnologien. Das bedeutet für die Schweiz einen wichtiger Schritt hin zum angestrebten Freihandelsabkommen mit China. Chen zufolge ist seine Delegation erst die Vorhut der neuen chinesisch-europäischen Wirtschaftskooperation. Weiter Delegationen sollen folgen. Quelle: german.china.org.cn |
