Home Über uns Wirtschaft und Handel Kontakt Konsularservice Bildung Presse Links
 
Home > Bildung
"Bilinguale Bildung" in Xinjiang beliebt
2010/09/15

Im nordwestchinesischen Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang wird seit einiger Zeit das "Programm zur bilingualen Bildung" praktiziert. Demnach sollen verschiedene ethnische Minoritäten in Xinjiang Chinesisch sowie ihre eigenen Sprachen lernen und beherrschen. Korrespondenten von CRI reisten nun vor kurzem in den Kreis Jiashi in der Region Kashgar in Westxinjiang, um vor Ort über die Umsetzung dieses Programms zu berichten.

Die Schule, in der die Kinder hier vorlesen, ist die bilinguale Jiashi-Grundschule. Mehr als 80 Prozent der Schüler sind Angehörige einer nationalen Minderheit. Die Direktorin der Grundschule, Cai Xiumei, sagt, ihre Schüler hätten nun sowohl Unterricht in Chinesisch als auch in Uigurisch:

"Die Kinder von Angehörigen einer ethnischen Minorität hier gebrauchen das Uigurische. So haben sie zu Hause eine gute Sprachumwelt. In der Schule bieten wir ihnen umfassende Möglichkeiten für Chinesisch an. Dies ist sehr effektiv."

Seit 2004 wird in dem autonomen Gebiet die bilinguale Bildung tatkräftig umgesetzt. Mittlerweile gibt es bereits 34 bilinguale Kindergärten, 32 weitere werden in diesem Jahr gebaut. Zirka 10.000 Schüler in Grund- und Mittelschulen erhalten eine bilinguale Bildung.

Schüler, die einer nationalen Minderheit angehören, haben selbst den großen Wunsch, die chinesische Sprache zu beherrschen – ebenso wie ihre eigenen Sprachen. Die elfjährige Turjun Ayi sagt:

"Ich heiße Turjun Ayi. Uigurisch ist unsere Sprache. Gleichzeitig lerne ich auch Chinesisch. Es ist sehr gut, dass ich mich so mit anderen Kindern unterhalten kann. Das ist sehr nützlich. Wenn ich erwachsen bin, will ich eine Firma gründen und Vorstandsvorsitzende werden!"

Zahlreiche Angehörige einer ethnischen Minorität vertreten nun die Ansicht, dass die gute Beherrschung der chinesischen Sprache den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch fördert. Auch sei es positiv für die Entwicklung der Wirtschaft in Xinjiang und für den eigenen Lebensalltag. Auch ist man sich sicher, dass die Beherrschung der Sprachen der dortigen nationalen Minderheiten der Überlieferung und der Entwicklung der eigenen Kultur zugute kommt.

Gleichzeitig wird die bilinguale Bildung auch in Regierungsbehörden in ganz Xinjiang umgesetzt, etwa durch Sprachausbildungen für Beamte. Die Regierung des autonomen Gebiets hat vor kurzem auch dazu aufgefordert, dass Beamte, die neu eingestellt werden, Kenntnisse in Chinesisch und in einer der Sprachen der nationalen Minoritäten vorweisen müssen.

Suggest to a friend
  Print