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Es gibt nur ein einziges China auf der Welt
2019/10/21

Am 21. Okt. hat die Sprecherin der chinesischen Botschaft einen Leserbrief über das Thema Taiwan in der FAZ veröffentlicht:

Zu dem Leserbrief von der sogenannten „Vertretung" Taiwans in Deutschland am 8. Oktober und angesichts einiger in letzter Zeit vorgebrachter haltloser Äußerungen zu Taiwan betreffenden Fragen erscheint es angebracht, dem deutschen Publikum die Geschichte des Taiwan-Problems, den Status quo und den Standpunkt der chinesischen Regierung zu erläutern.

Es gibt auf der Welt nur ein einziges China, Taiwan ist von alters her ein unabtrennbarer Bestandteil des chinesischen Territoriums. Die Chinesen begonnen am frühsten, Taiwan zu erschließen. Bereits im 3. und 7. Jahrhundert entsandten Machthaber der Drei Reiche bzw. die Regierung der Sui Dynastie Zehntausende von Menschen nach Taiwan. Seit der Yuan-Dynastie (1206-1368) haben chinesische Regierungen Verwaltungsbehörden in Taiwan eingerichtet und verfügt über eine effektive Gerichtsbarkeit über Taiwan. Nach dem Opiumkrieg im Jahre 1840 drangen die Großmächte in China vor, und auch Taiwan wurde ein halbes Jahrhundert lang besetzt. 1945 errang das gesamte chinesische Volk, einschließlich der Landsleute auf Taiwan, zusammen mit allen Völkern der Welt, den großen Sieg des antifaschistischen Krieges und die Insel kehrte in den Schoß des Vaterlandes zurück. Verschiedene Gründe wie der sich hinziehende Bürgerkrieg sowie die Einmischung fremder Mächte führten dazu, dass die vollkommene Einheit bis heute noch nicht vollzogen ist, doch Chinas Souveränität und territoriale Integrität wurden nie geteilt.

Am 25.10.1971 verabschiedete die 26. Vollversammlung der Vereinten Nationen mit überwältigender Mehrheit die Resolution 2758, mit der die VR China alle gesetztlichen Rechte bei den VN zurückgewann und die Regierung der VR China als einziger legitimer Vertreter Chinas in den Vereinten Nationen anerkannt wurde. Das Ein-China-Prinzip ist seitdem zu einem allgemeinen Konsens der internationalen Gemeinschaft einschließlich Deutschlands und zu einer wichtigen Norm der internationalen Beziehungen geworden. Auf der Basis des Ein-China-Prinzips hat China inzwischen mit 180 Ländern auf der ganzen Welt formelle diplomatische Beziehungen aufgenommen.

Die beiden Seiten der Taiwan-Straße sind eine Familie. In den letzten Jahren hat der Personenaustausch beider Seiten unablässig zugenommen, die Kooperation in den Bereichen wie Wirtschaft, Handel, Sport, Kultur und Jugend hat sich ständig ausgeweitet, und der Mainstream der öffentlichen Meinung zur Kommunikation und Zusammenarbeit nimmt ständig zu. Einige der von der Demokratischen Fortschrittspartei angeführten Kräfte verfolgen jedoch einen entgegengesetzten Kurs und versuchen, die Blutsbande zwischen Taiwan und dem Festland zu durchtrennen.

Ich bin überzeugt, dass der Lauf der Geschichte in Richtung Einheit weist und dies am besten durch eine friedliche Wiedervereinigung in der Form von „Ein Land, zwei Systeme" geschieht. Nur wenn am Ein-China-Prinzip festgehalten wird und der Austausch und die Verschmelzung intensiviert werden, kann es für die Landsleute auf Taiwan mehr Wohlstand und mehr Raum für die Entwicklung geben. Die separatistischen Bewegungen laufen dem Strom der Geschichte zuwider und sind unweigerlich zum Scheitern verurteilt.

China hat vormals entschieden Deutschlands Streben nach nationaler Einheit unterstützt und hat somit allen Grund zu erwarten, dass auch die Frage der Einheit Chinas seitens der deutschen Regierung wie auch des deutschen Volkes auf das gleiche Verständnis und die gleiche Unterstützung stößt.

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