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China macht Fortschritte beim Schutz der Artenvielfalt
2020/06/05

In der nordostchinesischen Provinz Jilin haben Naturschützer kürzlich bei der Sortierung von Infrarotkameradaten Videobilder von einem wildlebenden sibirischen Tiger entdeckt. Laut Experten handelt es sich dabei um einen jungen männlichen sibirischen Tiger.

Wildtierschützer Jiao Linwang vom Forstamt Tianqiaoling zufolge sind seit 2015 mit Infrarotkameras fünfmal Videobilder von wildlebenden sibirischen Tigern aufgezeichnet worden. Jedoch wurden die früheren Bilder alle in der Nacht aufgenommen. Laut Experten ist der diesmal aufgenommene wilde sibirische Tiger ein zuvor unbekanntes Exemplar, das vorher in der Region nie gesehen wurde.

Das Tianqiaoling-Waldrevier ist ein potentielles Siedlungsgebiet der in Naturschutzgebieten Hunchun und Wangqing lebenden sibirischen Tiger. Es gilt zugleich als ein wichtiger ökologischer Korridor für sibirische Tiger aus Rußland, die entlang der Grenzregion zwischen den Provinzen Heilongjiang und Jilin ins Hinterland des Changbai-Gebirges expandieren.

Angaben des Beijinger städtischen Amts für Gartenbau und Aufforstung zufolge waren in diesem Frühjahr an 88 Zugvögelbeobachtungsstationen über eine Million Zugvögel registriert worden. Unter ihnen befanden sich seltene Vögel wie der Schwan, der östliche Weißstorch, die blauköpfige Tauchente und der Schwarzstorch. Der Besuch dieser Zugvögel ist ein Beweis für die ständige ökologische Verbesserung der chinesischen Hauptstadt.

Der Schwan kommt jedes Frühjahr zu Besuch in Beijing. Während in den vergangenen Jahren nur 300 bis 500 Schwäne jährlich beobachtet wurden, wurden dieses Frühjahr über 1000 Schwäne gezählt. Vogelbeobachter sprechen daher von einem guten "Erntejahr beim Schwan".

Warum zieht Beijing immer mehr seltene Vögel an? Nahrung, Wasser und Sicherheit sind die grundlegenden Voraussetzungen für Zugvögel bei deren Wahl von Orten für Nachschub und zum Ausruhen. Laut Vogelexperte Gao Wu landen die Zugvögel nicht oder sie verzichten auf einen Nachschub und fliegen weiter, wenn die Bedingungen unangemessen sind oder sie sich unsicher fühlen. Deshalb gilt Vogelbesuch als ein Indikator für die Artenvielfalt und die ökologische Qualität einer Region.

Statistiken zufolge ist dank jahrelanger Aufforstung das Gesamtvolumen von Wäldern und Feuchtgebieten in Beijing ständig gestiegen. Allein im vergangenen Jahr wurden in der chinesischen Hauptstadt 18,666 Hektar Land aufgeforstet. Die städtische Grünfläche betrug 803 Hektar.

Beijing legt außerdem großen Wert auf die Verbindung der Waldflächen und die Schaffung einer grünen Landschaft, die von einheimischen Pflanzen dominiert wird. Durch die Umsetzung einer Reihe von ökoligischen Maßnahmen wird die ökologische Funktion von Wald und Grünflächen optimiert und die Umwelt wird immer freundlicher für Wildtiere.

Chinesische Wissenschaftler haben kürzlich mitgeteilt, im Naturschutzgebiet Gaoligongshan in der südwestchinesischen Provinz Yunnan 31 wild wachsende lokale Phönixbäume entdeckt zu haben. Es ist das erste Mal, dass diese seltene und vom Aussterben bedrohte Pflanzenart in dem Naturschutzgebiet entdeckt wurde.

Experten zufolge gehört der lokale Phönixbaum zu den Laubbäumen. Sein Verbreitungsgebiet ist klein und seine Anzahl gering. Aus diesem Grund steht er unter staatlichem Wildpflanzenschutz zweiter Kategorie und wurde von der „Rote Liste für Arten in China“ und von der World Conservation Union (IUCN) als gefährdet eingestuft.

Der größte neu entdeckte Phönixbaum ist knapp 30 Meter hoch und hat einen Durchmesser von über 100 Zentimetern. VorläufigenSchätzungen zufolge dürfte der Baum 200 Jahre alt sein. Wissenschaftler haben 116 Samenkörner von den Phönixbäumen gesammelt. Nach einmonatiger Züchtung sind zwei Samenkörner gekeimt. Bei erfolgreicher Zucht werden die Baumsetzlinge im Freien eingepflanzt, um damit die Anzahl der lokalen Phönixbäume zu vergrößern.

Quelle: CRI

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