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Buntes Programm auf dem Shanghaier Internationalen Filmfestival
2020/07/30

Internationale und chinesische Filmstars, zahlreiche Weltpremieren und cineastische Leckerbissen - mit diesen Attributen, jedoch aus hygienischen und gesundheitlichen Gründen ohne den traditionellen langen roten Teppich, findet seit Tagen das 23. Shanghaier Internationale Filmfestival (SIFF) in der ostchinesischen Wirtschaftsmetropole statt.

Das diesjährige Filmfestival, das ursprünglich für den Monat Juni geplant war, dauert vom 25. Juli bis zum 2. August und bietet den Zuschauern Pandemie-bedingt eine Mischung aus mehreren Gala-Events, Freiluft-Vorführungen und Online-Livestreams. Dazu gehören unter anderem eine Reihe von Konferenzen, die auch als Golden Goblet Forum bekannt sind, ein internationaler Markt für Film- und Fernsehprodukte, eine Filmwoche zum Thema der Seidenstraßeninitiative und ein sogenannter SIFF-Projektemarkt.

Bereits fünf Tage vor der Eröffnung des Shanghaier Filmfestivals wurden die Kinos in zahlreichen chinesischen Städten nach monatelangen Corona-bedingten Schließungen wieder geöffnet. Trotzdem werden die Kontroll- und Präventionsmaßnahmen für COVID-19 auf den laufenden Filmfestspielen in Shanghai nach wie vor groß geschrieben. Ausländische Besucher wurden vorerst nicht eingeladen. Und Eintrittskarten für die gezeigten Filme sind ausschließlich online zu beziehen.

Am Ende der neuntägigen Filmfestspiele wird der Golden Goblet für ausgezeichnete Filme in verschiedenen Kategorien verliehen.

Zu den Favoriten der auf den Filmfestspielen in Shanghai gezeigten Filme zählt in erster Linie „Undine“, ein deutsch-französischer Spielfilm von Christian Petzold aus dem Jahr 2020. Dabei handelt es sich um Christian Petzolds faszinierende Neuinterpretation des Mythos der geheimnisvollen Wasserfrau Undine, die nur durch die Liebe eines Menschen ein irdisches Leben führen und eine Seele erlangen kann: Ein modernes Märchen in einer entzauberten Welt, die Geschichte einer Liebe auf Leben und Tod.

Weitere bekannte Arbeiten sind: „One Summer Story“ vom japanischen Regisseur Shuichi Okita, eine ergreifende und aufschlussreiche Geschichte von zwei Mittelschülern, „Feel Your Memories “ von der italienischen Regisseurin Crstina Comencini, „Helene“, ein Filmbiographie über den finnischen Malerin Helene Schjerfbeck unter der Regie von Antti Jokinen. Hinzu kamen auch der spanisch-argentinische Film “Island of Lies” von der Regisseurin Paula Cons und eine griechisch-deutsche Koproduktion namens „All The Pretty Little Horses“ von Michalis Konstantatos.

Zu den chinesischen Werken, die am Wettbewerb der Filmfestspiele in Shanghai beteiligt sind, gehören unter anderem „Back to the Wharf,” unter der Regie von Li Xiaofeng und “The Reunions,” von Da Peng.

Erwähnenswert sind zudem etliche hervorragende Dokumentarfilme, die während der SIFF gezeigt werden, darunter “Like the Dyer’s Hand” von Chen Tsun-shing, “Minamata Mandala” vom japanischen Regisseur Kazuo Hara und “An Elegy to Forgetting” von Kristoffer G. Brugada aus den Philippinen.

Auch in der Sparte Zeichtrickfilm gibt es eine Fülle von Werken, die an dem Wettbewerb beteiligt sind, darunter der russische “Finger’s Tale” von Kontantin Shekin, „The Old Man Movie“ aus Estland unter gemeinsamer Regie von Mikk Magi und Oskar Lehemaa, eine chinesische Produktion namens „The Wild Life“ von Leon Ding und „Words Bubble Up Like Soda Pop“ von Kyohei Ishiruro aus Japan.

Traditionsgemäß werden auf dem diesjährigen Shanghaier Filmfestival zudem restaurierte klassische Werke gezeigt, darunter die US-amerikanischen Vietnamkriegsfilme „Apocalypse Now“ (aus dem Jahr 1979) und „The Deer Hunter“ (1978) und eine chinesische Produktion von 1956 namens „Die Segnung“, eine Verfilmung der gleichnamigen Kurzgeschichte vom namhaften Schriftsteller Lu Xun.

Die Shanghai Filmfestspiele sind in der Branche bekannt für ihre Bemühungen darum, anhand der so genannten „4K“-Technologie die Film-Restaurierung zu fördern. Experten zufolge wird seit Jahren die digitale Filmrestaurierung und Sammlung in enger internationaler Kooperation betrieben und sich auf die Bewahrung wertvoller und seltener Werke der Filmgeschichte konzentriert.

Quelle: CRI

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