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US-Medienberichte: Bürgermeister im Bundesstaat New Jersey glaubt an COVID-19-Infizierung im November
2020/05/06

Michael Melham, der Bürgermeister von Belleville, New Jersey, ist positiv auf Coronavirus-Antikörper getestet worden und glaubt, dass er sich bereits im November mit COVID-19 infiziert hat - mehr als zwei Monate bevor die USA erstmals Fälle der neuen Krankheit im US-Bundesstaat Washington meldeten. Dies geht aus US-Medienberichten vom 30. April hervor.

Melham sagte, er sei gegen Ende November krank geworden, nachdem er am 21. November eine Veranstaltung in Atlantic City verlassen hatte. Er habe gedacht, er würde sich nach einer guten Nachtruhe besser fühlen, aber in den folgenden Tagen habe er laut Northjersey.com und Patch.com unter Schüttelfrost, Halluzinationen und einer hohen Temperatur von rund 39 Grad gelitten.

Er sagte, dass er sich in seinem Erwachsenenleben niemals kränker gefühlt hatte. „Es fühlte sich an, als wäre ich ein Süchtiger, der einen Entzug macht. Ich wusste nicht, was mit mir geschah “, sagte Melham in einer Pressemitteilung. Sein Arzt sagte Melham, er habe die Grippe und er würde sich nach ein paar Tagen Ruhe wieder erholen. Es wurde jedoch kein Grippetest gemacht.

Obwohl es irgendwann besser wurde, blieb dem Bürgermeister diese ungewöhnliche Erfahrung im Gedächtnis, bis COVID-19 in ganz New Jersey in ausbrach.

Melham zufolge habe er später vermutet, dass er sich im November mit dem Coronavirus infiziert hatte, den Gedanken jedoch abgetan, da die frühesten Fälle in den USA erst im Januar gemeldet wurden. New Jerseys erster bestätigter Coronavirus-Fall wurde erst am 4. März gemeldet.

„Ich habe immer schon vermutet, dass ich mich im November möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert hatte“, sagte Melham. „Aber ich habe den Gedanken verdrängt, weil ich immer wieder gehört habe, dass die ersten Fälle erst im Januar 2020 aufgetreten sind.“

Er vermutete jedoch weiterhin, dass es sich möglicherweise um einen frühen, unentdeckten Fall des Coronavirus handeln könnte und ließ deshalb eine Blutuntersuchung durchführen. Er erhielt die Ergebnisse am 29. April und gab einen Tag später bekannt, dass er positiv auf Antikörper getestet wurde, die mit dem Virus zusammenhängen, das COVID-19 verursacht. Dies weise darauf hin, dass er in der Vergangenheit eine Infektion hatte und Antikörper gegen die Krankheit entwickelt hat.

Gesundheitsexperten gehen mittlerweile davon aus, dass sich das Coronavirus in den USA möglicherweise bereits still im Januar und Februar verbreitet hat, zu einer Zeit, als Tests kaum verfügbar waren. Jedoch hat niemand bisher die Zeitachse bis November zurückgeschoben.

„Wir alle hören, dass COVID-19 hier in den USA erst seit Januar wirklich existiert“, sagte Melham. „Das ist offensichtlich nicht der Fall. Ich bin der lebende und atmende Beweis, dass wir alle schon Monate zuvor betroffen waren.“

Melham hob auch hervor, dass einige Leute ihm gesagt hätten, dass sie im November und Dezember auch schwer krank gewesen seien. „Ich befürchte, dass es viele gibt, die eine potenziell positive Coronavirus-Diagnose als schlimme Grippe abgetan haben“, so der Bürgermeister.

Das staatliche Gesundheitsamt und das Büro von Gouverneur Phil Murphy lehnten es ab, sich zu den Aussagen des Bürgermeisters zu äußern.

Quelle: German.people.cn

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