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Erster Dialog auf Ministerebene zwischen China und Deutschland
2011/03/28

Der deutsche Vizebundeskanzler und Außenminister Guido Westerwelle wird China vom 31. März bis 2. April einen offiziellen Besuch abstatten. Westerwelle und sein chinesischer Amtskollege Yang Jiechi werden den ersten bilateralen strategischen Dialog auf Ministerebene leiten. Für Europa-Experte Feng Zhongping ist der Dialog zwischen China und Deutschland von großer Bedeutung.

Seit 2006 hat es zwischen den beiden Ländern bereits vier strategische Dialogsrunden auf Vizeministerebene gegeben. Dabei kamen nicht nur die chinesisch-deutschen Beziehungen zur Sprache, sondern auch die Beziehungen zwischen China und Europa, sowie andere internationale Fragen von gemeinsamem Interesse.

Während dem China-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahr 2010 wurde ein gemeinsames Kommunique verabschiedet, das die strategische Partnerschaft vorantreiben soll. Das Kommunique sieht eine Vertiefung der Zusammenarbeit in mehreren Bereichen vor. Für Feng Zhongping ein klares Zeichen für den gemeinsamen Willen der beiden Länder:

„Während ihres China-Besuches im letzten Jahr einigten sich Angela Merkel und Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao darauf, ihren bilateralen strategischen Dialog von der Vizeministerebene auf die Ministerebene heraufzusetzen. Diese Einigung zeigt einerseits, dass wir uns Deutschlands Wichtigkeit in der EU sowie der Wichtigkeit der chinesisch-europäischen Beziehungen bewusst sind. Andererseits ist sie auch ein Zeichen, dass China großen Wert auf die Beziehungen mit der EU und ihren einzelnen Mitgliedsländern legt. Auf diese Weise kann das Verständnis zwischen China und Europa besser vertieft werden."

China führt schon seit längerer Zeit mit mehreren europäischen Ländern einen strategischen Dialog und nicht nur mit Deutschland. Diese strategischen Dialoge seien für die Entwicklung der Beziehungen zwischen China und den Staaten Europas von äußerst großer Bedeutung, sagt Experte Feng Zhongping:

„Der strategische Dialog vertieft langfristig das politische Vertrauen zwischen China und den europäischen Staaten. In der Vergangenheit haben sich die bilateralen Beziehungen hauptsächlich auf Handel und Wirtschaft konzentriert. Seit China an Macht und Einfluss dazugewonnen hat, ist es auch an einer politischen Kooperation mit den Ländern Europas in internationalen Fragen interessiert. Das setzt gegenseitiges politisches Vertrauen voraus. Wenn das gegenseitige politische Vertrauen fehlt, oder gar Missverständnisse und Vorurteile herrschen, ist eine langfristige und stabile bilaterale Kooperation nicht möglich."

Die gegenwärtige Entwicklung der chinesisch-deutschen Beziehungen bewertet Feng Zhongping sehr positiv. Seiner Meinung nach kommen gute Beziehungen zwischen China und Deutschland nicht nur den beiden Ländern selbst zugute, sondern auch Europa.

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