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Wen Jiabaos Europa-Reise erfolgreich
2011/06/30

Von 24. bis zum 28. Juni besuchte der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao Ungarn, Großbritannien und Deutschland. Nun spricht Außenminister Yang Jiechi, der Mitglied von Wens Delegation war, über die Erfolge der Reise.

Während der fünftägigen Reise durch 3 Staaten, so Yang, habe der chinesische Ministerpräsident an rund 30 Veranstaltungen teilgenommen. Dabei seien mehrere wichtige Übereinstimmungen erzielt worden. Die strategische chinesisch-deutsche Partnerschaft sei in eine neue Entwicklungsphase getreten, die chinesisch-britischen Beziehungen hätten neue Impulse erhalten. Zwischen China und den mittel- und osteuropäischen Ländern, darunter auch Ungarn, sei die pragmatische Zusammenarbeit ausgebaut und die chinesisch-europäische strategische Partnerschaft bereichert worden. Yang Jiechi meint, Wen Jiabaos Besuch sei eine erfolgreiche Konsultations- und Kooperationsreise gewesen, durch die die Beziehungen zwischen China und den 3 Ländern sowie zwischen China und Europa tatkräftig gefördert worden seien. Dies werde positive Auswirkungen auf Frieden, Stabilität und Entwicklung in der Region und in der Welt haben.

Am Dienstag sind in Berlin die ersten Regierungskonsultationen zwischen Deutschland und China abgehalten worden. Die Veranstaltung wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wen Jiabao gemeinsam geleitet.

Das erste derartige Treffen zwischen China und Deutschland bewertete Ma Canrong, der ehemalige chinesische Botschafter in Deutschland, positiv.

"Durch diese Gespräche können beide Länder die gegenwärtige Entwicklung der bilateralen Beziehungen auf Regierungsebene bewerten. Noch wichtiger ist, dass es beiden Ländern eine Möglichkeit bietet, über konkrete Punkte bei der zukünftigen Entwicklung der zwischenstaatlichen Beziehungen zu diskutieren. Das Treffen zeigt die Bereitschaft zur Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen und macht deutlich, dass sich die chinesisch-deutschen Beziehungen auf einem hohen Niveau befinden."

Laut Ma Canrong sind die ersten Regierungskonsultationen für den Ausbau und die Intensivierung der bilateralen Beziehungen von großer Bedeutung.

"Vor allem soll dadurch das gegenseitige politische Vertrauen auf Regierungsebene ausgebaut werden. Bei den Konsultationen wurde festgelegt, dass China und Deutschland ihre Zusammenarbeit im High-Tech-Bereich schwerpunktmäßig verstärken. Dies wird das Potential beider Länder weiter erschließen, und auch die bilateralen Beziehungen weiter nach vorne bringen. Auch dem Kulturaustausch wurde auf dem Treffen große Aufmerksamkeit geschenkt. Es ist bereits eine Reihe von Plänen ausgearbeitet worden. Diese Entwicklungsrichtung entspricht dem 12. Fünfjahresplan und der langfristigen Entwicklungsstrategie Chinas."

Ma Canrong fuhr fort, eine gute und stabile Entwicklung der Beziehungen zwischen China und Deutschland werde sich auch positiv auf die chinesisch-europäischen Beziehungen auswirken.

"Intensive und erfolgreiche Beziehungen zwischen China und Deutschland können vor allem als gutes Beispiel für Beziehungen zwischen China und anderen europäischen Ländern dienen. Wir hoffen, dass Deutschland bei wichtigen Fragen, wie der Anerkennung des vollen Status der Marktwirtschaft in China und der Aufhebung des Waffenembargos eine noch wichtige Rolle spielen wird. In Bezug auf eine Förderung der chinesischen-europäischen Beziehungen erwarten wir noch größere Beiträge von Deutschland."

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