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Neuregulierung der ausländischen Investitionen in China
2006/09/29

Statistiken des chinesischen Handelsministeriums zufolge betrug die Zahl der neu gegründeten Unternehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung am Festland zwischen Januar und August dieses Jahres 26.227 und nahm damit im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 7,63 Prozent ab. Das effektiv genutzte ausländische Kapital lag bei 37,2 Milliarden US-Dollar, dies entspricht einem Rückgang von 2,11 Prozent.

Die Zahlen zeigen, dass sich die ausländischen Investitionen in China in einer neuen Phase der Steuerung befinden. Diese ist dadurch gekennzeichnet, dass die Leidenschaft ausländischer Investoren für die qualitativ mangelhafte Produktionsindustrie in den Küstengebieten bereits nachlässt, während die Investitionen in neue Bereiche, wie die Dienstleistungsbranche, bald einen Aufschwung erleben werden.

Obwohl in diesem Jahr weniger ausländisches Kapital nach China fließt, wird China laut Prognose der internationalen Vereinigung zur Handelsförderung in den nächsten zwei Jahren weiterhin das attraktivste Land für ausländische Investitionen sein. Die Küstengebiete bleiben die besten Standorte für ausländische Investoren.

Bemerkenswert ist, dass die Anziehungskraft der Städte in Zentral- und Westchina immer stärker wird. Unter den ersten 20 einer Liste der chinesischen Städte, die für internationale Unternehmen das größte Potential für Investitionen bergen, überwiegen Städte in Zentralchina. Grund dafür ist, dass im Vergleich zum Osten die Arbeitskosten in Städten in Zentralchina niedriger sind, die Infrastruktur besser wird und allmählich vollständige Produktionsketten entstehen.

Dass ausländische Investitionen abnehmen und viele ausländische Unternehmen nach Zentral- und Westchina umziehen, ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass sich die Zentralregierung und die lokalen Regierungen immer mehr darauf konzentrieren, die Qualität der ausländischen Investitionen zu erhöhen, und ihre Struktur zu verbessern. Nicht zuletzt zeichnen sich die Auswirkungen der Politik zur Kostensenkung und der Umweltschutzmaßnahmen immer deutlicher ab.

China setzt ausländisches Kapital auf verschiedenen Wegen ein. Zwar nahmen die ausländischen Investitionen in die Produktionsindustrie im letzten Jahr ab, aber mit den Investitionen in den Dienstleistungsbereich, beispielsweise das Finanzwesen verzeichneten sie in Summe eine Zunahme um 20 Prozent.

Ende dieses Jahres wird Chinas Finanzwesen für ausländisches Kapital geöffnet und damit werden die Investitionen weiter wachsen. In der Automobilindustrie tritt Mitte Oktober eine neue Richtlinie in Kraft, wodurch ausländisches Kapital besser genutzt werden wird. China wird sich in Bezug auf ausländisches Kapital in Zukunft noch rationaler und praxisorientierter verhalten.

(China.org.cn, people.com.cn, 28. September 2006)

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