| China ruft zu mehr politischem Willen zur Förderung der Doha-Verhandlungsrunde auf | ||
| (2009-09-17) | ||
Am Dienstag ist eine zweitägige nichtoffizielle Konferenz mit hochrangigen Vertretern von wichtigen Mitgliedern der Welthandelsorganisation (WTO) zu Ende gegangen. Die Teilnehmer aus den USA, der EU, China, Brasilien und Indien legten dabei erste Schritte für die Wiederaufnahme der vor 14 Monaten eingestellten Doha-Verhandlungsrunde zurück. Duan Xiujie, CRI-Korrespondentin in der Schweiz, interviewte zu diesem Thema in Genf den chinesischen WTO-Botschafter Sun Zhenyu. Dabei sagte Sun Zhenyu, auf der gerade beendeten Konferenz sei ein konkretes Arbeitskonzept für das vierte Quartal dieses Jahres ausgearbeitet worden. Außerdem hätten die Teilnehmer über die Grundlage der an die Doha-Verhandlungen anschließenden Gespräche diskutiert. Neben den USA hatten andere entwickelte Länder wie Kanada, und Australien sowie die EU wie auch alle Entwicklungsländer zugestimmt, das derzeitige Konzept als Grundlage zu betrachten, um früher nicht erfüllte Aufgaben im Rahmen eines multilateralen Systems zu vervollständigen. Bereits auf der im Juli vergangenen Jahres abgehaltenen WTO-Ministerkonferenz über die Doha-Verhandlungsrunde hatten die USA und Indien zwei unterschiedliche Positionen über den Sonderschutz von landwirtschaftlichen Produkten. Diese Meinungsverschiedenheiten führten letztlich zum Scheitern der Konferenz und zur Einstellung der Doha-Verhandlungsrunde. Sun Zhenyu sagte dahingehend, bei der Doha-Verhandlungsrunde gebe es viele technische Probleme und auch unterschiedliche Meinungen. Der Hauptgrund für den zögerlichen Verlauf liege aber in dem nicht deutlich genug ausgeprägten politischen Willen der USA. Im Hintergrund der derzeitigen internationalen Finanzkrise und einer Rezession in vielen Industriestaaten ist es besonders notwendig geworden, die Doha-Verhandlungsrunde wieder aufzunehmen. Zu den damit verbundenen Auswirkungen sagte Sun Zhenyu: "Nach der Finanzkrise steht jeder Staat nun vor einem Beschäftigungsdruck. So sind die USA. Sie forderten von anderen Ländern, die Märkte zu öffnen. Aber derzeit haben alle Länder einen Druck auf die Märkte. Deshalb ist es nicht möglich, die Märkte weiter zu öffnen. Nur wenn sich alle Mitglieder der Wichtigkeit der Wiederbelebung der Wirtschaft bewusst sind und die Vereinbarung aktiv vorantreiben, kann erst die Wirtschaft beschleunigt aus der Finanzkrise geführt werden." | ||
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